Praxis für Frauenheilkunde

Frau Dr. med. Frauke von Versen & Frau Dr. med. Franka Franz

Sonstiges

Übersicht:

Hormon-Ersatz-Therapie und Krebs

Bei einer Hormon-Ersatz-Therapie können - müssen jedoch nicht - auch so genannte unerwünschte Wirkungen (Nebenwirkungen) auftreten, die meist vorübergehender Natur sind. Im Beipackzettel sind alle jemals beobachteten oder auch nur vermuteten Nebenwirkungen aufgelistet, dazu ist der Hersteller gesetzlich verpflichtet. Eine der Nebenwirkungen, vor der sich Frauen am meisten fürchten, ist Krebs.

Risikofaktoren

  • Vorkommen von Krebs in der Familie, vor allem bei Verwandten 1. Grades
  • Altersbedingte Veränderung des Brustgewebes
  • Frühes Eintreten der ersten Regelblutung; spätes Eintreten der Menopause
  • Langzeitiges Ausbleiben des Eisprunges
  • Unfruchtbarkeit; keine ausgetragene Schwangerschaft
  • Späte erste Schwangerschaft
  • Übergewicht
  • Diabetes
  • Alkoholmissbrauch
  • übermäßiger Nikotingenuss (>10 Zigaretten pro Tag)

Vorbeugung

  • Regelmäßige Krebsvorsorge sichert die Früherkennung und verbessert die Heilungschancen eventuell auftretender Erkrankungen (z.B. halbjährliche Untersuchung der Brüste durch den Arzt sowie regelmäßige Selbstuntersuchung durch die Patientin; Ultraschalluntersuchung; Mammographien
  • Rechtzeitige und konsequente Hormon-Ersatz-Therapie (s. Dickdarmkrebs)
  • Gesunde, ausgewogene Ernährung und Lebensstil, Vermeidung von Risikofaktoren (Rauchen, Alkohol)

Krebsrisiko allgemein

Brust- und Unterleibskrebs können durch Schäden des Erbgutes, Umweltbelastungen, Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen gefördert werden. Östrogene erzeugen keinen Krebs. Östrogene können jedoch bereits vorhandene Krebszellen unter bestimmten Bedingungen rascher wachsen lassen. Dies führt dazu, dass eine Krebserkrankung, die sich ohnehin entwickelt hätte, unter einer Hormonbehandlung bei ihrer Entdeckung meist weniger weit fortgeschritten ist und auch seltener Tochterabsiedlungen (Metastasen) gebildet hat. Die Heilungschancen sind dadurch deutlich verbessert und die Sterblichkeit geringer. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Frauen, die sich über mehrere Jahre einer Hormon-Ersatz-Behandlung unterziehen, insgesamt kein erhöhtes Krebsrisiko haben. Durch die individuell angepasste Kombination von Östrogenen und Gestagenen ist sogar ein vermindertes Auftreten von Darmkrebs bei der Frau möglich. Um noch mehr Sicherheit in der Behandlung mit Hormonen zu gewinnen, werden laufend weitere wissenschaftliche Studien durchgeführt.

Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom)

Frauen, die eine Hormonbehandlung mit natürlichen Östrogenen und Gestagenen erhalten, haben das gleiche Risiko eines Gebärmutterkrebses wie Frauen, die in den Wechseljahren keine Hormon-Ersatz-Therapie durchführen.

Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)

Das Erkrankungsrisiko ist bei familiärer Vorbelastung höher, bei Mehrgebärenden deutlich geringer als bei kinderlosen Frauen. Die vorliegenden Studien konnten keine Belege für eine Beeinflussung des Eierstockkrebses durch die Hormon-Ersatz-Therapie finden.

Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom)

Die Ursachen für Dickdarmkrebs sind noch nicht vollständig geklärt, wahrscheinlich sind aber Ernährungsgewohnheiten (z.B. fettreiche, schlackenarme Kost) entscheidend. In neuerer Zeit häufen sich die Hinweise, dass eine langfristige und konsequente Hormon-Ersatz-Therapie Karzinome im Dickdarm (kolorektale Karzinome) um mindestens 20% reduziert. Auch hier wird weiterhin intensiv geforscht, um die beobachteten Zusammenhänge zu erhärten.

Brustkrebs (Mammakarzinom)

Die Analyse von insgesamt 51 Studien (entspricht 90% aller weltweit verfügbaren Daten) mit 52705 Frauen mit Brustkrebs im Vergleich zu 108411 Frauen ohne Brustkrebs ergibt folgendes Ergebnis:

  • Ohne Hormonbehandlung wird bei 64 von 1000 Frauen zwischen 50 und 70 Jahren Brustkrebs festgestellt
  • Nach 5-jähriger Hormonbehandlung findet man bei 66 von 1000 Frauen Brustkrebs, nach 10 Jahren bei 70 von 1000, nach 15 Jahren bei 76 von 1000 Frauen.
  • Selbst bei Risikofaktoren wie Übergewicht oder familiärer Vorbelastung wird das bestehende Brustkrebsrisiko durch eine Hormonbehandlung nicht weiter erhöht. Übergewicht an sich ist ein Risikofaktor für Brustkrebs, der viel zu wenig berücksichtigt wird.
Die verfügbare klinischer Erfahrung lässt keinen Rückschluss auf einen ursächlichen Zusammenhang für ein erhöhtes Brustkrebsrisiko unter Hormonsubstitution zu. Einflüsse des Lebensstils, wie z.B. der Alkoholkonsum und Übergewicht, sind offenbar bedeutsamer. De Hormon-Ersatz-Therapie führt demgegenüber zu einer deutlichen Verringerung der Sterblichkeit infolge Brustkrebs.

Text entnommen aus "Wechseljahre - ohne "Rosarote Brille, Krebs", Patienteninformation der Firma Wyeth

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Hormon-Ersatz-Therapie und Gewicht

In der heutigen Zeit spielt das Aussehen eine immer größer werdende Rolle. Konfrontiert mit den superschlanken Modells kann wohl keine Frau dem Vergleich standhalten. Im Laufe des Lebens verändert sich der Körper bei Frauen und Männern. Der Kalorienbedarf sinkt mit zunehmendem Alter. Bei gleichen Essgewohnheiten und zu wenig Bewegung nimmt man zu. Eine Zunahme des Gewichtes von bis zu 400 Gramm pro Jahr ist normal. Das heißt, dass wir auch ohne Medikamente o.Ä. in zwei Jahren ca. 1 kg an Gewicht zunehmen. Viele Frauen fürchten nun, durch die Einnahme von Hormonen noch schneller an Körpergewicht zu gewinnen.

Ursachen

Gerade der weibliche Körper, der sich ja auf die kräftezehrende Aufgabe der Schwangerschaft vorbereiten muss, hat in der Evolution gelernt, Reserven anzulegen. Gesteuert wird dieser Vorgang von u.a. Östrogenen. Sie helfen, überschüssige Energie in Fettreserven umzuwandeln. Ein Ergebnis können die sogenannten "Reiterhosen" oder auch ein kleiner Bauch sein. Zudem erscheint durch das Schwächerwerden des Bindegewebes der Körper auch nicht mehr so straff. Das allein führt bei vielen Frauen schon dazu, dass sie sich nicht mehr schlank fühlen. Der Hauptfaktor für Übergewicht ist allerdings, dass wir zu viel und falsch essen und uns zu wenig bewegen. Auch Alkohol stellt eine enorme Kalorienquelle dar, die häufig unterschätzt wird. Essen dient of dazu, Frust und Stress zu begegnen. Eine Verkettung mit fatalen Folgen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Teufelskreis, dem nur mit professioneller Hilfe entkommen werden kann.

Möglichkeiten, das übermäßige Zunehmen zu verhindern

  • gesunde und vor allem kalorienarme Kost, viel Gemüse und Ballaststoffe
  • Bewegung, Spaziergänge, Radfahren, Wandern
  • Süßigkeiten durch Obst ersetzen
  • Alkohol in Maßen

Gewicht und Hormon-Ersatz-Therapie

Zu Beginn einer Hormon-Ersatz-Therapie kann es zu einer leichten Gewichtserhöhung von 1-2 kg kommen. Dieser Effekt ist normal und beruht im Wesentlichen darauf, dass das durch den Östrogenmangel vorher zu trockene Gewebe nun wieder Flüssigkeit aufnimmt. Viele Frauen bemerken deshalb auch eine positive Veränderung der Haut, die wieder straffer aussieht. Eine Studie hat gezeigt, dass Frauen, die Hormon-Ersatz-Therapie nehmen, allerdings über die Jahre hinweg sogar eine geringere Gewichtszunahme haben als solche, die keine Hormone nehmen.

Text entnommen aus "Wechseljahre - ohne "Rosarote Brille, Krebs", Patienteninformation der Firma Wyeth

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Impfleistungen

Viele Menschen planen für die sogenannte schönste Zeit des Jahres Fernreisen. Dabei erfreuen sich tropische Regionen wachsender Beliebtheit.

Wie ist das mit der Malaria oder dem Gelbfieber? Welche Impfungen oder Vorbeugemaßnahmen sind sinnvoll oder sogar erforderlich?

Lassen Sie sich reisemedizinisch von uns beraten. Individuell und kompetent, damit Sie Ihren Urlaub und die damit verbundenen Erlebnisse so richtig genießen können. Gerne überprüfen wir in diesem Zusammenhang auch Ihren Impfausweis.

Allgemein empfohlene Impfungen: Tetanus, Diphterie, Polio, Mumps, Masern, Röteln. Die Kosten für diese Impfungen werden von Ihrer Krankenkasse übernommen.

Vom Reiseland geforderte Impfungen: Cholera, Gelbfieber (Die Gelbfieberimpfung ist nur in staatlichen Impfstellen erhältlich. Die Kosten müssen von Ihnen selbst getragen werden.)

Allgemein empfohlene Reiseimpfungen: Hepatitis A und B (ab 18. Lebensjahr). Die Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen.

Spezielle Impfungen: FSME (Zeckenbiss), Typhus, Pneumokokken, Tollwut. Die Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen.

Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern!

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